Konzept

Konzept der ambulanten Krankenpflege

 

1. Definition:

 

Ein Konzept dient der Orientierung in der täglichen Arbeit. Es kann von den Patienten eingesehen werden, um ihnen zu zeigen, was sie vom Pflegepersonal erwarten können. Ein Konzept spiegelt die Einstellung der Pflegekräfte zu ihrer Profession wider und dient der Entwicklung von Konzepten in der Einrichtung. Damit das Personal ein einheitliches Pflegeverständnis gewinnt, müssen alle Mitarbeiter entsprechend geschult werden.

Bei einem Konzept können viele Aspekte integriert sein.

 

Der Patient steht im Mittelpunkt unserer Tätigkeit.

Um seinen Anforderungen gerecht zu werden, muss eine intensive Zusammenarbeit mit allen am Pflegeprozess Beteiligten stattfinden.

 

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2. Das Selbstverständnis unseres Pflegedienstes

 

Das Selbstverständnis unseres Pflegedienstes ist die 24-Stundenbereitschaft. Das bedeutet, dass zu jeder Zeit die Versorgung und Ansprache gewährleistet ist.

 

Das Menschenbild
Wir betrachten den Menschen als eine Einheit von Körper, Seele und Geist und wir achten ihn unabhängig von Herkunft, Nationalität, Glauben und sozialer Stellung.

 

Person und soziales Umfeld
Wir sehen die Einmaligkeit des Menschen und wir sehen zugleich seine Eingebundenheit in sozialen Beziehungen, beispielsweise in der Familie oder den Freundeskreis.

 

Aufgabe
Unser Team steht jedem hilfsbedürftigen Menschen zur Seite, ob er alt, krank, behindert oder in einer sonstigen besonderen Lebenssituation ist.

 

Mitarbeiter
Die ambulante Krankenpflege BEREZOW GmbH, als private Pflegeinstitution, wünscht sich hierbei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die unsere Motivation teilen die unsere Grundsätze Respekt, Kompetenz, Verantwortung, Kooperation achten und sie aktiv aus- und mitgestalten. Mit diesem Selbstverständnis und dieser Motivation unserer Mitarbeiter ist das Konzept entstanden.

 

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3. Die Aufgabe

 

Der Patient steht als Mittelpunkt unserer Tätigkeit.

In schwierigen und außergewöhnlichen Lebenssituationen stehen wir den Menschen zur Seite.

 

Krankheit
Jede Krankheit kann für den Patienten zu einem einschneidenden Ereignis werden, unabhängig von der Diagnose. Wir helfen dem Patienten, die veränderte Situation anzunehmen und zu bewältigen.

 

Aufklärung
Wir informieren den Patienten ausführlich und verständlich. Wir nehmen uns Zeit, um das Pflege- und Therapiekonzept mit ihm zu besprechen. Unsere Erläuterungen sind anschaulich, das Gespräch vertraulich. Ängste und Befürchtungen des Patienten nehmen wir ernst. Zu einer Umfassenden Aufklärung, wie wir sie verstehen, gehört auch, Auswege zu zeigen, Trost zu spenden und Hoffnung zu geben.

 

Angehörige
Wo immer dies möglich ist, beziehen wir, im Einverständnis mit dem Patienten, die Familie oder Freunde in Behandlungs- und Pflegeprozesse ein. Mit Hilfe geeigneter Angebote können wir die Behandlung und die Genesung aktiv unterstützen.

 

Tod
Wir betreuen sterbende Patienten und ihre Angehörigen ganzheitlich. Wir schaffen einen Rahmen, in dem würdevolles Sterben möglich ist. Wir akzeptieren die Traditionen und Bräuche anderer Kulturen und Religionen im Umgang mit dem Tod.

 

Das Verhalten
Unser Verhalten gegenüber dem Patienten ist verbindlich. Wir nehmen ihn ernst und sorgen dafür, dass er sich aufgehoben fühlt. Bewusstes Wahrnehmen und Anerkennen seiner Person sind für uns selbstverständlich.

 

Rolle des Patienten
Der Patient entscheidet über unsere Vorschläge zur Pflege und Therapie. Wir haben Geduld, zeigen nötigenfalls aber auch Grenzen auf.

 

Individualität
Wir achten die Persönlichkeit des Patienten und sprechen für ihn verständlich. Wir berücksichtigen seine Wünsche und Gewohnheiten und nehmen seine Ängste ernst. Ein individueller und verbindlicher Pflege- und Behandlungsplan ist hierfür die Basis.

 

Privatsphäre
Der Patient besitzt eine Intim- und Privatsphäre. Wir sorgen für eine geschützte, störungsfreie und vertrauliche Atmosphäre.

 

Die Arbeitsqualität
Wir entwickeln unsere fachlichen und fachübergreifenden Kompetenzen auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse kontinuierlich weiter. Um dem Patienten umfassend zu helfen, achten wir nicht nur auf körperliche, sondern auch auf die seelischen, geistigen und sozialen Aspekte der Krankheit.

 

Ganzheitlichkeit
Krankheiten schränken nicht nur körperliche Möglichkeiten ein. Wir berücksichtigen in unserer Arbeit auch die seelischen, geistigen und sozialen Folgen der Krankheit.

 

Einheitlichkeit
Wir beobachten den Patienten aufmerksam und geben unsere Informationen an die zuständigen Kollegen weiter. Wir treffen eindeutige Entscheidungen und verhalten uns als Gruppe gegenüber dem Patienten einheitlich und transparent.

 

Autonomie
Wir akzeptieren die Entscheidung des Patienten bzw. seines Vertreters auch dann, wenn sie sich gegen die von uns vorgeschlagene Behandlung richtet. Bei entscheidungsunfähigen Patienten gilt der rechtliche Rahmen.

 

Kommunikation
Wir begegnen jedem Kommunikationspartner, ob Patient oder Angehöriger, freundlich und professionell.

 

Fortbildung
Qualifikation ist ein kontinuierlicher Prozess. Wir erhöhen ständig durch interne und externe Schulungsmaßnahmen, durch Leitungssitzungen und durch interne Pflegezirkel die Kompetenz aller Mitarbeiter und sichern damit die Qualität der Patientenversorgung.

 

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4. Die Zusammenarbeit

 

Die Einstellung
Jeder von uns ist Teil einer Gemeinschaft, die über die Grenzen von Berufen, Abteilungen und Hierarchien hinausgeht. Wir zeigen Eigeninitiative und setzen gemeinsam Ziele.

 

Teamgeist
Wir kennen und akzeptieren die Stellung, die Aufgaben und die Kompetenzen der anderen Teammitglieder.

Miteinander gehen wir respektvoll und kollegial um - auch über die Grenzen von Hierarchie und anderen Berufen hinaus. Über unterschiedliche Einstellungen, Wahrnehmungen und Meinungen tauschen wir uns sachlich und offen aus. Unsere Ziele arbeiten wir klar heraus. Absprachen sind stets verbindlich. Offenheit, Verantwortung Einsatzbereitschaft und Integrationsbereitschaft sind die Basis unserer Zusammenarbeit. Auf dieser Grundlage können wir unsere Aufgaben selbstständig gestallten und unsere Persönlichkeit weitgehend frei entwickeln.

 

Konflikt und Dialog
Im Konfliktfall suchen wir ohne Umwege den Dialog. Hierbei achten wir uns wechselseitig, wir gestehen uns eigene Fehler ein und suchen den Kompromiss. Wir argumentieren sachlich, direkt und konstruktiv.

 

Die Leitung
Ein kooperativer Führungsstiel verlangt mehr, als nur Maßnahmen einzuleiten und durchzusetzen. Bei uns beruht Führung auf Vertrauen und auf gegenseitige Wertschätzung zwischen Führungskräften und Mitarbeitern. Daher tragen unsere Führungskräfte in unserer Organisation eine besondere Verantwortung. Die Entscheidungswege sind klar geregelt und durchschaubar.

 

Führung und Aufgabe
Führen ist eine Aufgabe- und ein aktiver Prozess. Unsere Führungskräfte sind ein Vorbild in fachlicher und auch sozialer Hinsicht.

 

Transparenz
Unsere Führungskräfte informieren regelmäßig über Ziele, Werte und neue Strukturen.

 

Mitarbeiterförderung und Motivation
Unsere Führungskräfte nehmen individuelle Stärken wahr. Sie fördern die Mitarbeiter, erkennen aber auch Defizite. Durch ein regelmäßiges Feedback, durch das Übergeben von Verantwortung und durch verbindliche Zielabsprachen steigert sie die Motivation der Mitarbeiter.

 

Delegation
Unsere Führungskräfte delegieren Aufgaben und Entscheidungsbefugnisse an die Mitarbeiter. Dadurch unterstützen sie die Verantwortungsbereitschaft, das Mitdenken und die Zusammenarbeit im Team.

 

Mitarbeitergespräche
In regelmäßigen Gesprächen erhalten die Mitarbeiter eine offene Rückmeldung über Stärken und Schwächen, Entwicklungsperspektiven und aufgetretene Probleme. In einem vertraulichen Rahmen werden konstruktiv Anerkennung und Kritik ausgesprochen.

 

Mitarbeiterorientierung
Wir setzen Mitarbeiter entsprechend ihrer Qualifikation und nach Möglichkeit unter Berücksichtigung ihrer Neigungen und Wünsche ein.

 

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5. Die Einrichtung / das Unternehmen

 

Die Organisation
Unsere Mitarbeiter arbeiten innerhalb ihres Aufgabengebietes selbstverantwortlich. Sie gestallten aktiv die Bereichs- und Unternehmensentwicklung.

 

Personalauswahl
Bei der Personalauswahl verwenden wir ein geeignetes Anforderungsprofil. Es berücksichtigt folgende Aspekte: Ausbildung, formale Qualifikation, d.h. Führungsfähigkeiten, persönliche, soziale, fachliche, organisatorische Kompetenzen und praktische Erfahrung.

 

Unternehmensentwicklung
Die Mitarbeiter beteiligen sich aktiv an der Bereichs- und Unternehmensentwicklung. Sie werden über wesentliche Zielvorstellungen in ihrem Bereich informiert.

 

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Kommunikation

 

Kommunikationskultur
Eine umfassende Informations- und Kommunikationskultur schließt alle ein. Wir fördern den wechselseitigen Austausch, das gegenseitige Verständnis und die Identifikation in der Gemeinschaft.

 

Qualitätszirkel
Durch regelmäßige Besprechungen werden Behandlungs- und Betreuungsziele vereinbart und Abläufe optimiert.

 

Die Kooperation
Umfassende und rechtzeitige Informationen sind für uns unverzichtbar. Sie ermöglichen die exakte Koordination von Funktion, Aufgaben und Prozessen.

 

Standards
Unsere Standards und Behandlungsleitlinien richten sich nach neusten Erkenntnissen. Sie werden regelmäßig überarbeitet und bilden die Grundlage für Planung, Durchführung und Kontrolle von Maßnahmen. Unser Ziel ist, ein hohes Niveau an Patientenversorgung zu schaffen.

 

Kontinuität
Wir stimmen die bereichsinterne und bereichsübergreifende Zusammenarbeit eng aufeinander ab. Ob Ärzte, Krankenhäuser, Sozialämter, Reha-Kliniken, Sanitätshäuser, Psychiatrien, ambulanter und stationärer Hospizdienst, die Vermittlung von Menübringdiensten, Hausnotrufsysteme oder der soziale Dienst, der Patient soll durch enge Zusammenarbeit, Behandlungskontinuität erfahren.

 

Qualitätssicherung
Wir unterstützen Maßnahmen der internen und externen Qualitätssicherung.

 

Arbeitsbedingung
Mit guten Arbeitsbedingungen und dem Raum für individuelle Entwicklung und Gestaltung motivieren wir unsere Mitarbeiter. Mitarbeiterzufriedenheit fördert Patienten-Zufriedenheit!

 

Neue Mitarbeiter
Wir führen neue Mitarbeiter systematisch in ihre Aufgaben ein. Unsere Anleitung gibt ihnen Sicherheit, Orientierung und Vertrauen. Wir informieren sie umfassend über die Strukturen, die Werte und die Ziele der Ambulante Krankenpflege BEREZOW GmbH.

 

Arbeitszeit
Mitarbeitergerechte und flexible Dienstzeitmodelle setzen wir im Rahmen unserer patientenorientierten Zielsetzung um.

 

Fort- und Weiterbildung
Regelmäßige Fort- und Weiterbildung sind für den Erfolg unserer Einrichtung unverzichtbar. Wir erhöhen und erhalten hiermit Kompetenz und Motivation unserer Mitarbeiter und sichern die Qualität unserer Arbeit.

 

Die Öffentlichkeit
Öffentlichkeitsarbeit entwickelt sich immer mehr zu einer Aufgabe unserer Einrichtung. Jeder Mitarbeiter ist mit seinem Verhalten tagtäglich daran beteiligt. Durch systematische Öffentlichkeitsarbeit festigen und knüpfen wir Beziehungen zu wichtigen Zielgruppen und Ansprechpartnern im Gesundheitswesen und Verwaltung.

 

Ziele Öffentlichkeitsarbeit
Öffentlichkeitsarbeit schafft Vertrauen, stärkt unser Ansehen und macht unsere Leistungen und Konzepte bekannt.

 

Zielgruppen der Öffentlichkeitsarbeit
Zu den Zielgruppen unserer Öffentlichkeitsarbeit gehören Patienten und Angehörige sowie die niedergelassenen Ärzte. Aber auch Krankenkassen, Selbsthilfegruppen, Verbände, Vereine und andere öffentliche Institutionen sind Partner einer kontinuierlichen Öffentlichkeitsarbeit.

 

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6. Das Anforderungsprofil

 

In der ambulanten Krankenpflege sind Pflegekräfte mehr auf sich gestellt als im Krankenhaus. Kollegen oder ein verantwortlicher Arzt stehen nicht sofort für Rückfragen zur Verfügung. Daher ist in diesem Bereich eine besonders hohe pflegerische Handhabungskompetenz gefordert. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden und diese Ziele zu erreichen, geht es im besonderen Maße um fachliche/ persönliche Methoden und soziale Kompetenz.

 

Fachkompetenz
• Kenntnis, korrekte Umgangsweise mit eigenem Kompetenzbereich
• Aktueller Wissensstand zu den einzelnen Krankheitsbildern
• Kenntnis der entsprechenden pflegerischen Maßnahmen
• Kennen der Maßnahmen in einer Notfallsituation
• Kenntnis und Durchführung einzelner Prophylaxen
• Kenntnis und Durchführung bestimmter Lagerungstechniken
• Korrekter Umgang mit Medikamenten
• Kenntnis der Wirkungsweise von Medikamenten
• Korrekter Umgang mit Infusionen
• Korrekter Umgang mit hygienischen Richtlinien
• Kenntnis über das Führen einer Pflegedokumentation
• Kenntnis über das Erstellen von Pflegeplanungen
• Kenntnis über die Pflegeversicherung
• Kenntnis über behördliche Angelegenheiten

 

Sozialkompetenz
• Kommunikationsfähigkeit mit Patienten
• Kommunikationsfähigkeit mit den Angehörigen der Patienten
• Achten der Privatsphäre der Patienten
• Kooperationsfähigkeit mit anderen Berufsgruppen
• Kooperationsfähigkeit mit Vorgesetzten
• Teamfähigkeit
• Konfliktfähigkeit
• Reflexionsfähigkeit der eigenen Handlungsweise/ Verhaltensweise

 

Methodenkompetenz

• Wahrnehmungsfähigkeit im Bereich der Krankenpflege
• Urteilsfähigkeit, richtiges Einschätzen einzelner Situationen
• Verantwortungsbewusstes Entscheiden
• Problemlösungsfähigkeit
• Weitergabe von wesentlichen Informationen
• Korrekte Dokumentation

 

Unsere Grundwerte und Zielvorstellungen sind in diesen Leitlinien verankert.

 

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7. Ausblick

 

Mit unserem Konzept haben wir ein Ziel definiert, an dem wir uns orientieren. Um die im Konzept formulierten Ansprüche im Arbeitsalltag spürbar werden zu lassen, ist uns ein großes Anliegen, die Umsetzung voranzubringen und selbst immer wieder aufs Neue mit unseren Anfragen und Vorstellungen aktiv einzubringen.

Bei Fragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

 

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